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Dr. med. dent. Hubert Krings & Inga Krings
Tel.: (02154) 7 04 04
Fax: (02154) 7 06 67
E-Mail: drhubertkrings@aol.com




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Gesundheitsnews





Aufweichung des Berufsrechts?
14. Europatag der BZÄK – Politiker und BZÄK debattieren im Vorfeld der Europawahl

Der Einfluss Europas wächst – auch auf Medizin und Zahnmedizin. EU-Vorgaben, gesundheitspolitische Vorhaben sowie für den europäischen Binnenmarkt erstellte Auflagen haben unmittelbare Auswirkungen auf die deutschen Heilberufe. Ob damit deutsche Standards aufgeweicht werden und welche Zukunft die in Deutschland bewusst regulierten Berufe im europäischen Binnenmarkt haben, diskutierten heute Politiker mehrerer im Europaparlament vertretener Parteien auf dem 14. Europatag der Bundeszahnärztekammer (BZÄK).

Die Veranstaltung stand im Zeichen der Ende Mai anstehenden Europawahl sowie der Umsetzung der sog. Verhältnismäßigkeitsrichtlinie in Deutschland. Rund 80 Teilnehmer diskutierten mit Kandidaten und Vertretern der sich zur Wahl für das Europaparlament stellenden Parteien über deren europapolitische Zielvorstellungen. Schwerpunkt waren die aktuellen Entwicklungen der europäischen Gesundheits- und Binnenmarktpolitik. Es wurde deutlich, wie wichtig die Entscheidungen des Europäischen Parlaments und der Europäischen Union für den zahnärztlichen Berufsstand geworden sind.

Nach einer Impulsdiskussion mit Dr. Heinz Hetmeier, Leiter der Unterabteilung „EU Mitgliedsstaaten und sonstige europäische Länder, EU Binnenmarkt, Europa 2020“ im Bundeswirtschaftsministerium, stellten sich Norbert Lins (CDU), Mitglied im Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments, Gaby Bischoff (SPD), Kandidatin für die Europawahl und ehemalige Präsidentin der Arbeitnehmergruppe im Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA), sowie Dr. Wieland Schinnenburg (FDP), Mitglied im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, der Diskussion.

BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel missbilligte, bewährte Sicherheits-Strukturen der freiberuflichen Selbstverwaltung leichtfertig zugunsten vermeintlicher Beschäftigungseffekte zur Disposition zu stellen. „Kurzfristiges Wirtschaftswachstum ist nicht alles. Man muss alle Nebenwirkungen und Folgekosten berücksichtigen“, so Engel. Er warb für ein hohes Qualifikationsniveau der Zahnärzte in Europa. Dies sei der beste Patientenschutz.  

Angesichts der bevorstehenden Europawahl hat die BZÄK ihre gesundheitspolitischen Forderungen in einem europapolitischen Positionspapier formuliert, das auf dem Europatag vorgestellt wurde. Es enthält acht Kernanliegen. So fordert die BZÄK im Patienteninteresse die Sicherstellung der unbeeinflussten freien Berufsausübung, die Verabschiedung einer Europäischen Charta der Freien Berufe, die Prüfung von EU-Vorgaben auf deren bürokratische Auswirkungen, die Gewährleistung einer hohen Qualität der zahnmedizinischen Ausbildung, die Digitalisierung im Gesundheitswesen ausschließlich zum Nutzen der Patienten zu gestalten, Amalgam als notwendiges Füllungsmaterial zu erhalten, die Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen konsequent fortzusetzen und weitere Initiativen zur Verbesserung der Mundgesundheit und damit Lebensqualität der Menschen anzustoßen. Zum Positionspapier: www.bzaek.de/fileadmin/PDFs/b19/europawahl2019-position_bzaek.pdf



#LoveYourGum - Liebe Dein Zahnfleisch
Aktionstag zu Mundgesundheit und Schwangerschaft

Der 12. Mai ist in diesem Jahr nicht nur Muttertag, sondern auch Europäischer Tag der Parodontologie. Mit einer deutschlandweiten Kampagne informiert die DG PARO über die Volkskrankheit Parodontitis - die Entzündung des Zahnhalteapparates - und die besondere Bedeutung der Mundgesundheit für werdende Mütter. Unter dem Motto "#LoveYourGum - Liebe Dein Zahnfleisch" will die Kampagne rund um den Aktionstag Schwangere auf die frühzeitige Diagnose und Behandlung von Parodontalerkrankungen vor und während der Schwangerschaft aufklären.

Die Mundgesundheit ist für eine geplante oder vorliegende Schwangerschaft von großer Bedeutung - sowohl für die Gesundheit der Mutter als auch für die spätere Mundgesundheit des Kindes. Sie sollte daher besondere Aufmerksamkeit von werdenden Müttern und den sie betreuenden Medizinern und Hebammen erhalten. Dafür eignet sich der kostenfrei verfügbare Parodontitis-Selbsttest der DG PARO. Die Antworten zu insgesamt sechs Faktoren wie etwa Alter, Geschlecht oder Zahnfleischbluten werden mit Punkten bewertet. Je höher der Wert, desto höher das Parodontitis-Risiko. Der Selbsttest kann ohne großen Aufwand durchgeführt werden - ob per App für das Smartphone (zum Download im iTunes-Store oder bei Google Play) oder anhand eines ausgedruckten Fragebogens im Gespräch mit der betreuenden Frauenarztpraxis oder der Hebamme. Bei entsprechendem Ergebnis sollte im Anschluss eine Zahnarztpraxis aufgesucht werden. Weiterhin stellt das Projekt "Mundgesundheit & Schwangerschaft" der Europäischen Gesellschaft für Parodontologie (EFP) umfangreiches Informationsmaterial für schwangere Frauen zur Verfügung. Deutschsprachiges Material ist über die Website der DG PARO abzurufen.

Volkskrankheit Parodontitis

Parodontitis ist in Deutschland weit verbreitet. Laut der aktuellen Deutschen Mundgesundheitsstudie (DMS V) sind 51,6 Prozent der 35-44-Jährigen und 64,6 Prozent der 65-74-Jährigen von einer moderaten oder schweren Parodontitis betroffen. In ihrer schweren Form kann sie eine ernsthafte Bedrohung nicht nur für die Mund-, sondern auch für die Allgemeingesundheit darstellen. Dabei ist die Erkrankung gut beherrschbar, vor allem wenn sie frühzeitig erkannt wird. Das Problem: die bevölkerungsweite Aufklärung ist ungenügend und auch die Selbstwahrnehmung der Patienten schlecht ausgebildet. Gerade werdende Mütter wissen oft nicht, dass ihr Mund nun besondere Aufmerksamkeit benötigt. Mit der diesjährigen Kampagne zum Europäischen Tag der Parodontologie am 12. Mai sollen insbesondere schwangere Frauen verstärkt über Ursachen und Risikofaktoren von Zahnfleischerkrankungen aufgeklärt werden. "Dazu benötigen wir nicht nur die Unterstützung möglichst vieler zahnärztlicher Kolleginnen und Kollegen", sagt Prof. Dr. Bettina Dannewitz, President elect der DG PARO. "Gynäkologisches Fachpersonal und Hebammen können ebenso wertvolle Aufklärungsarbeit leisten und die Frauen für einen Zahnarztbesuch motivieren. Schließlich ist es wichtig, dass auch die werdenden Mütter selbst ihrer Mundgesundheit besondere Aufmerksamkeit widmen." Wer Warnsignale und Risiken für eine mögliche Parodontitis kennt, kann bei ersten Anzeichen den Zahnarzt aufsuchen. Zu den Anzeichen gehören Zahnfleischbluten, gerötetes und geschwollenes Zahnfleisch, Mundgeruch, eine Lockerung oder Stellungsänderungen der Zähne. Bei einer unbehandelten Parodontitis kommt es zu Knochenabbau, infolgedessen die Zähne ihren Halt verlieren, sich lockern und letztlich ausfallen können.

Erhöhte Risiken während der Schwangerschaft

"Jedes Kind kostet einen Zahn", so lautet eine alte Volksweisheit - und diese lässt sich inzwischen mit wissenschaftlichen Daten untermauern [1]. Mütter, die eines oder mehrere Kinder zur Welt bringen, haben tatsächlich eine schlechtere Zahngesundheit und damit ein erhöhtes Risiko, in der zweiten Lebenshälfte Zähne zu verlieren. Die möglichen Gründe für die problematische Zahngesundheit von Müttern sind vielfältig, jedoch bislang nicht eindeutig belegt. Sicher ist: Die Schwangerschaft ist für Frauen ein Lebensabschnitt, in dem komplexe physiologische Veränderungen auch die Mundgesundheit beeinflussen. Hinzu kommt, dass Schwangere häufig weniger Zeit für die eigene Mundhygiene haben, was sich auch auf das Kariesrisiko und das Risiko für Parodontalerkrankungen auswirkt. Parodontitis wird mit einem erhöhten Risiko für ein geringes Geburtsgewicht, eine Frühgeburt und vor allem Präeklampsie in Verbindung gebracht. Die wissenschaftlichen Belege dafür sind allerdings nicht eindeutig. Nur bei Frauen, die bereits ein hohes Risiko für Schwangerschaftskomplikationen besitzen, zeigt die Parodontitistherapie einen positiven Effekt. Die nicht-chirurgische Parodontitistherapie kann auch während der Schwangerschaft - am besten im zweiten Trimenon - sicher für Mutter und Kind durchgeführt werden. Das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen lässt sich aber dann am wirksamsten reduzieren, wenn die Therapie bereits vor der Schwangerschaft erfolgt.

Fazit: In der Schwangerschaft steigt das Risiko für Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Unmittelbar vor, während und nach einer Schwangerschaft sollten Frauen besonderes Augenmerk auf ihre Mundgesundheit legen - auch für die spätere Mundgesundheit ihrer Kinder. Sorgfältige Mundhygiene und regelmäßige Kontrollbesuche in der zahnärztlichen Praxis sind in diesen Lebensphasen ausgesprochen wichtig.

Auf einen Blick - Tipps für schwangere Frauen

  • Während der Schwangerschaft kommt es häufig zu Veränderungen des Zahnfleisches, die mehr oder weniger stark ausgeprägt sein können.
  • Schwangere sollten die Anzeichen für eine parodontale Erkrankung (Gingivitis und Parodontitis) kennen und sich auch selbst auf entzündliche Veränderungen des Zahnfleisches oder Zahnfleischbluten untersuchen.
  • Mithilfe des Selbsttests Parodontitis kann das individuelle Risiko - zuhause oder im Gespräch mit dem Gynäkologen oder der Hebamme - unkompliziert ermittelt und bei Bedarf ein Termin in der Zahnarztpraxis vereinbart werden.
  • Auch wenn keine Anzeichen für eine Erkrankung vorliegen, sollten Schwangere zahnärztliche Kontrollen vereinbaren und sich über Mundhygienemaßnahmen und Zahnpflegeprodukte in der Schwangerschaft sowie über die richtige Mundhygiene und Fluoridversorgung ab dem ersten Zahn ihres Kindes informieren lassen.
  • Sowohl Gingivitis als auch Parodontitis können während der Schwangerschaft ohne Risiko behandelt werden. Die Parodontaltherapie sollte jedoch am besten im zweiten Schwangerschaftsdrittel erfolgen.  
  • Werden entsprechende Behandlungen notwendig, so ist es wichtig zu wissen: Sowohl zahnärztliche Röntgenbilder als auch örtliche Betäubungen sind in der Schwangerschaft unter optimalem Strahlenschutz und korrekter Anwendung sicher möglich und nur mit extrem geringen Risiken für Mutter und Foetus verbunden. 
  • Grundsätzlich kann bei jedem Patienten alle zwei Jahre ohne zusätzliche Kosten der Parodontale Screening Index (PSI) - eine Früherkennungsuntersuchung - erhoben werden, um den Gesundheitszustand des Zahnhalteapparates zu kontrollieren.

Quelle:

[1] Gabel F, Jürges H, Kruk KE, et al., Gain a child, lose a tooth? Using natural experiments to distinguish between fact and fiction, J Epidemiol Community Health 2018;72: 552-556. Bildunterschrift: Aktionstag zu Mundgesundheit und Schwangerschaft / Das Aktionsplakat zum Europäischen Tag der Parodontologie 2019.



Bürokratieabbau angehen – in Deutschland und auf europäischer Ebene
Bürokratieabbau angehen – in Deutschland und auf europäischer Ebene

Die Frage unverhältnismäßiger Bürokratielasten stellt sich neben der nationalen Ebene zunehmend auch auf europäischer Ebene. Die Bundeszahnärztekammer (BZÄK) richtet deshalb ihren Appell an die Politik, den Zahnärztinnen und Zahnärzten durch Beseitigung unnötigen bürokratischen Ballasts mehr Zeit für Patienten einzuräumen.

„Gerade verhältnismäßig kleine freiberufliche Einheiten wie Zahnarztpraxen sind durch bürokratische Vorgaben, wie etwa Melde- und Dokumentationspflichten, übermäßig stark belastet. Dadurch werden sie von ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich der Heilung und Förderung der Gesundheit ihrer Patienten, abgehalten“, so BZÄK-Präsident Dr. Peter Engel.

In ihrem Positionspapier für die Europawahlen fordert die BZÄK daher, dass sich auch das Europäische Parlament für eine stärkere Entbürokratisierung einsetze. Der europäische Gesetzgeber müsse sich der (unternehmerischen) Folgen bewusst sein, die bürokratische Vorgaben speziell für freiberufliche Einheiten wie Zahnarztpraxen hätten. Jedes neue EU-Gesetz sollte daher vor seiner Verabschiedung auf seine bürokratischen Auswirkungen für die Betroffenen hin geprüft werden. Das Ergebnis dieser Prüfung solle gemeinsam mit dem jeweiligen Rechtsakt veröffentlicht werden.
Ohne die Sicherheit der Patienten zu vernachlässigen, dürften kleinere Einheiten wie zahnärztliche Praxen per se nicht mit großen Versorgungseinrichtungen wie Krankenhäusern gleichgesetzt werden. Hier sei eine Differenzierung dringend erforderlich.